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Bester Personal Trainer 2016

"Best of 2016" so steht es auf meiner Auszeichnung von Ask Charlie, die ich vor ein paar Wochen erhalten habe. Eine Auszeichnung für den Bereich Personal Training in Nürnberg, über die ich mich natürlich sehr gefreut habe! 

Zum einen spiegelt eine Auszeichnung den beruflichen Erfolg wider und fördert das Vertrauen neuer Kunden. Zum anderen ist es eine Anerkennung für die geleistete Arbeit. All die Investitionen vor und hinter einem Personal Training, aber auch den vielen Gruppenyoga- und Pilatesstunden. Stunden des Überlegens, Lernens, der Weiterentwicklung, der Recherchen und Auswertungen, vor und nach der Praxis, individuell und immer wieder spannend.

Mir persönlich beweist es auch, wie sehr ich meinen Beruf liebe und genau

das macht, glaube ich, den Unterschied zu anderen Trainern und Lehrern aus. Neulich wurde mir in einem Yogakurs gesagt, dass es so gut tut gelobt zu werden und dass ich dies so oft im Unterricht mache.

Ja, das stimmt. Ich lobe und erkenne gerne Dinge an, die mir auffallen. Wer mal mit mir in der Stadt war, kann das sicher gut bestätigen, denn auch bei Fremden sage ich meist, auch wie schön oder inspirierend ich etwas finde oder wie gut der Käsekuchen gelungen ist. Wie oft verbringst du am Morgen oder am Abend vor dem Ausgehen Stunden im Bad und vor dem Kleiderschrank um etwas Stimmiges zum anziehen zu finden, den passenden Duft zum Outfit und dazu die richtige Frisur?

Selbstverständlich macht man dies für sich selbst :-) Doch mal ganz ehrlich, fühlt sich das nicht schön an beachtet zu werden, nicht übersehen zu werden? Es ist viel mehr als nur eine belanglose Aussage! Es ist das Wahrgenommen werden was zählt. Für das Anerkennung zu bekommen, was einen ausmacht oder zu dem macht, was man ist und wenn es auch nur der eigene Stil ist, der viel am Morgen in Anspruch genommen hatte. 

Ein Hinterherschauen oder ein Lächeln von einem Wildfremden und schon springt das Herz. Wir leben in einer so visuellen Welt bei der man viel zu oft in Formen anderer vorgefertigter Bilder einsteigt, anstatt aus sich heraus einfach zu sein. Sich um seiner selbst willen zu akzeptieren. Sich selbst lieben" kommt dann mit der Zeit :-) 

Es steckt noch so viel mehr in uns als unsere Äußerlichkeiten. Für Dinge beachtet zu werden für die wir jahrelang geübt haben. Für Dinge Respekt zu bekommen, die das innere Selbst wiederspiegeln. Dafür lobe ich gerne und es fällt mir auf. Habt ihr schon einmal beobachtet, wie Kinder mit einem ehrlich gemeinten Lob umgehen? Da kann man die Freude richtig sehen und fühlen. Das Kind strahlt förmlich.

Ich kann also nur noch einmal betonen, dass es gut ist zu loben und ich freue mich, dass ich diese Auszeichnung bekommen habe.

Eine andere Seite des Annehmens und Anerkennens ist die Kritik. Konstruktive Kritik ist eine schönere Beschreibung und genau so sollte es auch praktiziert werden. Gerne zeigt man mit dem Zeigefinger auf Andere und kritisiert deren Verhalten oder Äußerlichkeiten. Sieht man genauer hin, so kann man sehr schnell feststellen, dass dieser Gegenüber den man kritisiert hat, einen sehr oft wiederspiegelt.

Der Zeigefinger steht im indischen Jin Mudra für das Ego, wusstest du das? Man sagt auch dass sich das Ego (der Zeigefinder vor dem Absoluten (dem Daumen) verneigt. Die ergibt die typische Handhaltung im Jin Mudra.

Wer aber ehrliche konstruktive Kritik weiter gibt, der lässt den Gegenüber wachsen, lernen und verbessern. Das gilt nicht nur in Yogastunden, sondern auch unter Freunden und Familie, so wie Mitarbeiter und Kollegen.

Bruce Lee hat mal gesagt: "Wenn du kritisiert wirst, dann musst du irgend etwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat". Ich sehe es weniger als Angriff dafür mehr als An-Erkenn-Ung.

Mein Fazit:

Sowohl Lob und Auszeichnungen, als auch Kritik annehmen und geben sind wichtig, um den Blick zu den eigenen Stärken richten zu können und sich um seiner Selbst anzunehmen. Genau, wie die wundervolle Welt um dich drumherum.

Vielen Dank für die wundervolle Zusammenarbeit die zu der Ask Charlie Auszeichnung geführt hat, denn ohne euch wäre dies nicht möglich gewesen.

Eure Josephine